Eine Art Hausordnung für das Scouting
Ihr Vorschlag ist gefragt!
Wir haben selbst nicht die Zeit, die Bloggerszene komplett nach vorlesenswerten Texten zu durchkämmen. Daher brauchen wir Sie interessierte LeserInnen auch als aktive Blogscouts, die uns regelmässig neue Vorschläge unterbreiten.
Wir suchen Vorschläge von Texten, die bereits in einem Blog publiziert sind, egal, ob erst seit kurzem oder schon seit langer Zeit. Sie dürfen dabei fremde wie eigene Publikationen vorschlagen.
Wir treffen eine Auswahl der Beiträge und nehmen damit ganz bewusst in Kauf, manchmal vermessen oder willkürlich zu wirken, wenn wir einen Text "ablehnen". So lange der Aufwand es zulässt, möchten wir immerhin in einer Rückantwort per mail den Entscheid erklären. Auch dann müssen Sie die Wertung nicht teilen, aber vielleicht können Sie so immer besser nachvollziehen, was wir suchen.
Es wird gerade zu Beginn eine grosse Herausforderung sein, in der Auswahl nicht beliebig zu werden, aus Angst, zu wenig oft Neues einstellen zu können. Schnell aber wird auch klar werden, dass wir "gut" nicht mit "kompliziert" gleich setzen. Geben Sie also nach einer negativen Antwort von uns nicht gleich auf und glauben Sie uns folgendes:
In jedem Fall dürfen Sie auf unseren Respekt zählen, den wir jeder und jedem entgegen bringen, der sich dem Schreiben widmet und sich zu Dasein, Lebensgefühl und Wirklichkeit seine Gedanken macht oder auf solche hinweist. Wenn wir alle uns nicht entmutigen lassen, die hier lancierte Idee zu entwickeln, kann etwas Wunderbares daraus werden.
Zum Respekt gehört natürlich auch, dass wir ohne direkte Rücksprache mit dem Urheber und dessen Einwilligung keinen Text online setzen. Wir stellen an die Veröffentlichung weiter keine Bedingungen, zahlen dafür aber auch kein Entgelt. Das Projekt ist nicht gewinnorientiert und wird privat betreut. Es ist konzeptionell, inhaltlich und finanziell komplett unabhängig von sämtlichen Verlagen und privaten oder öffentlichen Medien.
Nach welchen Kriterien beurteilen wir also die Texte? Der Titel der Seite legt den roten Faden aus. Mehr dazu, auch zum breiten Spektrum möglicher Inhalte, erfahren Sie in unseren Zielen:
Knapper formuliert, bitten wir Sie, sich folgende Fragen zu stellen:
- der Text soll in einem deutschsprachigen Blog im Netz veröffentlicht sein
- es ist egal, ob er seit einem Tag oder seit zehn Jahren online verfügbar ist
- das Blog selbst aber sollte aktiv gepflegt werden und im laufenden und letzten Quartal wenigstens mehrere Artikel pro Monat enthalten
- haben Sie selbst mit Interesse bis zum Schluss gelesen?
- ist der Text so, dass er neugierig macht auf mehr vom Autor? Stellen Sie sich vor, Sie lesen den Text zufällig in einem Buch – würden Sie es sich ausleihen?
- oder können Sie sich den Text als Teil einer Lesung vorstellen?
- der Text kann kurz oder lang sein, aber nicht langatmig
- er kann die Form einer Erzählung haben, eine Meinung festhalten, eine Reflexion darstellen, philosophisch nachdenklich daher kommen oder bissig oder mit Humor formuliert sein.
- Inhaltlich darf er sich mit allem beschäftigen, was Menschen interessieren kann. Er kann von grossen und niederen Gefühlen handeln, eine kleine Begebenheit schildern oder den grossen Lebensentwurf. Er kann von der Kunst erzählen, eine Orange zu schälen, oder von der notwendigen neuen gesellschaftlichen Ordnung. Hauptsache, der Text liest sich gut, macht nachdenklich oder unterhält, wird nicht zu theoretisch, sondern lässt uns ganz zu ihm und ins Thema finden.
- geben Sie bitte die Web-Adresse (URL) an, wo wir das Original finden können.
Wenn Sie die ersten drei und zwei, drei weitere Kriterien erfüllt sehen, sind die Chancen sehr gut, dass wir genau solche Texte suchen.
Obwohl blogbibliothek.ch ein Portal ist, das Blog-Beiträge promoten will, ist es selber kein Blog: Wenn Ihnen ein Beitrag gefällt, dann können Sie den Urheber und dessen aktuelle Blog-Startseite besuchen, indem Sie auf den entsprechenden Verweis am Ende des Textes klicken. Jede(r) BloggerIn wird sich freuen, wenn er Sie so als LeserIn gewinnen kann - und über Ihren Kommentar, Ihre Kritik ebenso: Praktisch jedes Blog hat eine Kommentarfunktion, vielleicht auch ein Gästebuch, und meist ist auch eine mail-Adresse angegeben, über die Sie die Autoren erreichen können.
In der Textsammlung soll es keine Ablenkung vom Lesen geben. Eine klassische Blogroll mit Verlinkungen zu ähnlich motivierten Portalen etc. werden wir dagegen im Blog erstellen, das wir zu diesem Projekt führen. Dort wollen wir auch offen von den Schwierigkeiten, Neuerungen und Entwicklungsprojekten berichten. Und weil uns Ihre Meinung dazu interessiert, und jede Anregung willkommen ist, hoffen wir auch auf Ihre Kommentare.
Natürlich freuen wir uns, wenn Sie unsere Seite zu Ihren Lesezeichen hinzufügen und immer wieder vorbei kommen. Wir wünschen uns, dass wir Sie überraschen können!
Im Idealfall wird so aus dieser Seite ein redaktionell betreutes Schatzkästchen mit von Lesern aufgespürten Textperlen aus Blogs. Und die individuelle Arbeit und Auswahl durch die Betreiber soll sich im Blog genau so der Kritik aussetzen wie es jeder Schreibende macht, wenn er einen Text veröffentlicht.