Neu in der Blogbibliothek:
Seit 08.02.2010 in der Kategorie MeinungWenn die Bekannten von Menschen zu Eltern mutieren [die BB-Red.]
Kinderkriegerheiratergesindel
von Christian Rentrop (Erstveröffentlichung am 08.02.2010)
What the fuck ist eigentlich in meinem Bekanntenkreis los? Alle ziehen zusammen, heiraten, machen Kinder. Bäuche schwellen, permanentes IKEA-Einkäuferglück allerorten und überall Menschen, die sich wohl mit 30 “reif” für Nachwuchs fühlen. Das ist wirklich nicht mehr feierlich, zumal sich, sobald die Kinder da sind, die Existenz der Betroffenen quasi auflöst und durch ein kleines, brüllendes, windelbeschmutzendes Etwas ausgetauscht wird, das jedes noch so starke Ego seiner Eltern Sekunden nach seinem Urschrei auflöst. Sicher: Ich wünsche den Eltern alles Gute, aber irgendwie ärgern darf ich mich ja schon.
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Thinkabout
Vielleicht ein Schritt auf dem mühsamen Weg zurück zur Diskussionskultur mit Inhalten [die BB-Red.]
Schweizer Dialog
von Christian Schenkel (Erstveröffentlichung am 08.02.2010)
Dialog! Ein Begriff feiert inmitten der Krise Hochkonjunktur. Doch wie immer, wenn ein Begriff inflationär gebraucht wird, verliert seine Bedeutung an richtungsweisender Kraft. Seiner ursprünglichen Bedeutung gemäss dient der Dialog dem Zweck, im Zwiegespräch aus blossen Meinungen gemeinsam geteilte Überzeugungen herauszuschälen. Gemeint sind also nicht scheinheilige Dialoge wie am «World Economic Forum» (WEF), die folgenlos den viel zitierten «Geist von Davos» beschwören. Und gemeint sind auch nicht populistische Dialoge, die irrationale Ängste bewirtschaften.
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Thinkabout
Kollegenversicherung - wider alle amtlichen Hindernisse - ein Beispiel für eine Blogger-Solidaritätsaktion [die BB-Red]
Schon wieder ein Hilferuf
von Isabel Bogdan (Erstveröffentlichung am 07.02.2010)
Erst vor wenigen Wochen sammelten die Übersetzer für eine Kollegin, die in Not geraten war. Es kam erfreulich viel Geld zusammen, und ich freue mich, dass wir ihr wenigstens finanziell ein wenig Linderung verschaffen konnten. Jetzt ist der nächste Fall bekannt geworden – ebenfalls eine renommierte Kollegin, die nicht mehr weiß, wie sie über die Runden kommen soll.
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Thinkabout
Die Herkunft der geschmacksfreien Kluft aus dem Sportbereich mag man ja hinnehmen, und so bietet die Ganzkörpermülltüte dem Bekloppten in der Tat einige Vorzüge gegenüber traditionellen Kleidungsstücken [Gernulf Olzheimer alias bee]
Gernulf Olzheimer kommentiert (XLII): Freizeitkleidung
von bee (Erstveröffentlichung am 29.01.2010)
Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.
Noch vor ganz wenigen Jahrzehnten gab es in der Bevölkerung dieser Breitengrade Menschen, die in Wollpullovern, in Baumwollhemden und, ab und zu streifte dies fast die Grenze zum ästhetisch Hinnehmbaren, Polyesteranzughosen mit Bügelfalte und Umschlag mannigfaltige Tätigkeiten ausübten. Das Gewand signalisierte sofort, wer sich wohl zu welchem Behufe darin befand, und erlaubte dem Betrachter auf diese Art, seinen kleinen Kosmos zu ordnen.
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Thinkabout's Wife
Vielleicht werden auch Sie digital frühjahrsgeputzt - was würde das für Sie bedeuten? [die BB-Red.]
Entfreundet
von Prof. Miriam Meckel (Erstveröffentlichung am 24.01.2010)
Genau vor zwei Wochen habe ich morgens im Sessel gesessen und den Tagesspiegel am Sonntag gelesen. Und da fällt mir doch die Kolumne von Elena Senft ins Auge, die ein ziemlich lustiges und treffendes Buch über das Erwachsenwerden geschrieben hat, mit dem man ja Anfang vierzig längst fertig ist, obwohl man das nie so genau weiß und deshalb auch in dem Alter noch gelegentlich denkt, ach guck, nee … stimmt irgendwie.
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Thinkabout
Ich sitze auf dem blauen Stuhl und Herr Doktor setzt sich neben mich. Klingt gemütlich. Aber jeder weiß, dass das Bild trügt. Herr Doktor setzt die Spritze in meinen Hals... [pot-aux-mots]
Adieu Weisheit!
von pot-aux-mots (Erstveröffentlichung am 30.09.2009)
Gestern ist was passiert! Gestern hat schon Tage vorher Schatten geworfen, die nur durch konzentriertes Nicht-dran-Denken weggepustet werden konnten. Ich musste zum Zahnarzt. Gestern. 14 Uhr. Zuvor stand ich noch auf dem Markt. Ganz banal, zusammen mit so vielen anderen. Ich bekomme heute einen Zahn gezogen. Ich machte Gymnastik zusammen mit anderen. Wie jeden Dienstag. Am Morgen vor einem normalen Dienstag. Ist kein normaler Dienstag. Heute ist Zahnarzt-Dienstag. Weisheitszahnziehdienstag.
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Gabriele
Staatskunde war ein Schulfach, der Bürger ein Gemeindemitglied. Der Staat, das waren wir alle. Er war das Stück Kultur, das Kultur wollte, um selbst kritisiert zu werden. [Thinkabout]
Der Staat - das waren mal wir. Jetzt sind wir nur noch Markt.
von Thinkabout (Erstveröffentlichung am 04.02.2010)
Der Versuch eines Pamphlets, der sein inneres Scheitern schon im ersten Satz vermutet. Es wird dennoch geschrieben. Der Blogger hier braucht es. Betrachten Sie es als den Versuch einer Psychohygiene, auch wenn es wohl mehr blosse Verzweiflung und Überdruss ist.
Ich knabbere dieser Tage, ja eigentlich schon seit Jahren, an der Abnutzung, mit welcher unser aller Sensibilität für Gemeinschaftsfragen abgeschliffen wird.
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Zappadong
Wie wir uns verführen lassen [Wolf Schneider]
Was ist echt?
von Wolf Schneider (Erstveröffentlichung am 03.02.2010)
Schlimm, was man so alles mit Sprache anstellen kann: lügen, verleumden, einen Meineid begehen, einen Freund verraten, der dadurch seinen Feinden ausliefert wird. Andererseits können wir auch durch wahre Aussagen Menschen vor Gefahren schützen, zur Erkenntnis verhelfen, sie miteinander verbinden und Liebende zueinander führen.
Zwischen den beiden Extremen der guten Wahrhaftigkeit und der bösen Unwahrhaftigkeit gibt es jedoch alle Arten von Übergängen. Manchmal ist das Wahre vom Unwahren, das Echte vom Unechten gar nicht so leicht zu unterscheiden.
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Thinkabout
"Warum sollte ich einen Bus entführen?" "Einen deutschen Bus", präzisiert Mr Doorman.
Von Disketten und Buspassagieren
von Frau Zappadong (Erstveröffentlichung am 02.02.2010)
"Schön, dass Sie wieder da sind", sagt Mr Doorman.
"Ja", ergänzt Onkel Vladimir. "Kannst gleich die Hemden bügeln und hochprozentigen Nachschub holen."
Ich haue Onkel Vladimir mein Feriensouvenir um die Ohren - einen dicken, spitzen Eiszapfen aus dem Ötztal, den ich eigentlich am Stück ins Gefrierfach legen wollte, sozusagen als Ötziersatz. Nun, jetzt muss er halt als Eiswürfel für unsere Drinks herhalten.
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Thinkabout
Über 100 Tage, so raunt man in den Leica-Foren, dauert es nämlich nur in ganz seltenen, tragischen Ausnahmefällen. [andreaffm]
Warteliste, später
von andreaffm (Erstveröffentlichung am 16.12.2009)
Weil ja mein reizender Bekannten- und Kollegenkreis so zartfühlend ist, sich in regelmäßigen Abständen nach meiner Position auf der Leica-M9-Warteliste zu erkundigen, was ja überhaupt nicht wehtut und mich auch kein bißchen zur Weißglut treibt, hier ein kleines Update.
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